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Pfarrkirche

 

 

G E S C H I C H T E

 

Im 8. Jahrhundert erfolgte eine Besiedelung und Christianisierung von Salzburg her wobei einer der ersten Kirchen in unserem Gebiet vermutet wird. Diese Kirche hatte den Namen „Ad undrimas“. Da in Pöls ein Besitz des Königs war der dann den Erzbischof von Salzburg geschenkt wurde ist anzunehmen, dass da auch schon eine Kirche entstanden ist.

Jedenfalls dürfte Pöls schon vor dem Jahr 1000 eine Pfarre gewesen sein. Zu dieser Ursprungs Pfarre gehörten nicht nur das Pölstal mit den heutigen Pfarren St. Johann a. T., Bretstein, Pusterwald, Oberzeiring und St. Oswald sondern auch im Murtal die heutigen  Pfarren St. Georgen ob Judenburg, Scheiben, Frauenburg, St. Lorenzen bei Scheifling, Niederwölz, Oberwölz und Schönberg. In diesem riesigen Pfarrgebiet wurden durch begütete Pfarrmitglieder eigene Kirchen errichtet. So gibt es in unserem Gebiet schon früh Kirchen

z. B.: Elisabethkirche in Oberzeiring und 1280 die Kirche St. Oswald.

Zur besseren Betreuung de3r Pfarrbewohner wurde St. Oswald Mitte des 14. Jahrhunderts eine eigene Pfarre. Zu ihr gehörten die umliegenden Orte. Da die Bewohner dieser Gräben einen langen Fußmarsch zurücklegen mussten  entstanden dort eigene Filialkirchen von St.  Oswald. Sie hatten keine eignen Seelsorger sondern die Kapläne von St. Oswald mussten auch diese Gebiete versorgen. Mitte des 156. Jahrhunderts bekommt Oberzeiring einen eigenen Seelsorger und Mitte des 18. Jahrhunderts bekamen die anderen Pfarren einen eigenen Seelsorger. Diese neu entstandenen Pfarren blieben der Mutterpfarre Jahrhunderte lang verbunden. Durch den Priestermangel werden die Pfarrer gezwungen mehrere Pfarren zu betreuen sodass diese Entwicklung wieder zum Ursprung zurückführt.

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Blick in die Kirche

Geschichte der Kirche

Die ursprüngliche Kirche aus dem Jahre 1280 wurde ersetzt durch den Bau der heutigen Kirche. Sie ist eine bedeutende zweischiffige, spätgottische Hallenkirche. Dieser Bau wurde 1469 von Meister Caspar aus Judenburg begonnen. 1476 war das erste Bauvorhaben abgeschlossen. Das reiche, auf vier Oktogonpfeilern ruhende Sternrippengewölbe wurde erst 1496/97 vom Meister Christof Marl aus Rothenmann eingezogen. Die Bauzeit der Kirche zog sich über mehrere Jahrzehnte hin. Zuletzt wurde eine Orgelempore eingebaut, sowie das Maßwerk der Fenster. Der Westturm (Höhe 67m) wurde erst nach 1558 beendet. Die letzte Außenrenovierung wurde 1980 vorgenommen die letzte Innenrenovierung fand im Jahr 2003 statt. Aber die Generationen davor haben auch immer ihren Beitrag zura Erhaltung der Kirche geleistet.So wurde 1822 und 1903 die Kirche restauriert. Immer wieder Baustein auf Baustein zur Verschönerung der Kirche gesetzt: 1652 Errichtung der Friedhofsmauer, 1624 Kirchenstühle, 1665 erste Orgel, 1701 Kirche wurde gepflastert, 1708 große Glocke, 1716 Hochaltar fällt zusammen, 1764 Kreuzwegstationen, 1768 Friedhofskreuz, 1772v Hochaltar neu, 1774 Tabernakel von Ignatz Loy aus Judenburg, 1819 neue Orgel, 1825 die Turmuhr.

               Hl. Michael                                                 Gesetztafel                                                         Hl. Florian

Erzengel Michael
KIRCHE 2009 (221)
Hl. Florian

Der Hochaltar

Der Hochaltar, 1772 wurde vom Judenburger Maler Ignaz Loy gefasst. Auf der Mensa steht ein großer, vergoldeter Tabernakel. Zwischen den Säulen und vor den Pilastern stehen Figuren: links außen hl. Johannes Nepomuk, links innen hl. Johannes der Evangelist, rechts innen hl. Jakobus, rechts außen hl. Aloisius.

 

Im Mittelteil ist das Bild des heiligen Oswald. In der Bildmitte schwebt der hl. Oswald auf Wolken. Über ihm schwebt Maria, die auf einer Wolkenbank sitzt. Auf ihrem rechten Knie sitzt das Jesuskind. Neben dem hl. Oswald sitzen links unten der hl. Florian, links oben der hl. Sebastian, rechts unten der hl. Isidor und rechts oben der hl. Wolfgang. 

 

Die Fenster links und rechts vom Hochaltar, aus wunderschöner Glasmalerei  wurden von Pfarrer Anton Etschmeyer im Jahre 1929 aus eigenen Mittel angeschafft. Die sieben anderen Kirchenfenster mit schönen Glasmalereien wurden anlässlich der Kirchenrenovierung im Jahre 1902/03 von Grundbesitzern gestiftet.

Die14 Stationen des franziskanischen Kreuzweges in barocker Manier an den Langhauswänden stammen vermutlich von Johann Lederwasch um 1800.

Rechts neben dem Eingang auf einer Konsole steht der hl. Florian, links der hl. Leonhard. An der Langhaussüdwand befindet sich die Rokokokanzel. Am Korb ist ein goldenes Relief das den wunderbaren Fischzug darstellt. Sowie die Statuen des hl. Matthäus links und des hl. Markus rechts. An der Rückwand befindet sich ein Relief mit einer Darstellung des hl. Paulus. Am Schalldeckel sind die zwei Evangelisten Johannes und Lukas sowie Moses mit der Gesetzestafel zu sehen. Dazwischen steht ein Engel mit einer Posaune. An der Schalldeckelunterseite sieht man die hl. Geist Taube.

Neben der Rokokokanzel ist der Erzengel Michael zu sehen.

 

Gegenüber dem Seiteneingang befindet sich der Altar der Wolfgangbruderschaft. In der Altarmitte ist eine Statue des hl. Wolfgang angebracht. Zwischen den Säulen stehen links der hl. Rupert und rechts der hl Martin. Am Volutenaufsatz befindet sich das Auge Gottes. Ober dem Wolfgangaltar ist ein Fresko, das die Übergabe der Gesetzestafel an Moses darstellt.

                     Hochaltar                                           Hochaltarbild                                          Wolfgangaltar

Hochaltar
Hochaltarbild
Wolfgangaltar

   linker Seitenaltar                                                                                                                             rechter Seitenaltar

linker Seitenaltar

Seitenaltar rechts – 1655

In der Mitte des Hauptgeschosses ist ein Bild „Marienkrönung“ angebracht. Außen über den Voluten, auf Podesten mit Schriftkatuschen stehen links der hl. Petrus und rechts der hl. Paulus. Im Altarauszug ist in der Mitte ein Heiligenbild das den hl. Oswald, den hl. Lorenzius und den hl. Antonius darstellt.

Neben außen stehen links die hl. Barbara und rechts die hl. Katharina. Darüber befindet sich die Statue „Maria mit dem Jesuskind“.

Seitenaltar links – 1650

Im Hauptgeschoss ist in der Mitte das Bild „Himmelfahrt Maria“ zu sehen sowie seitlich außen unter Knorpelvoluten stehen links Johannes der Täufer und rechts der hl.Petrus. Darüber im Auszugsgeschoss das Bild „Maria Krönung“.

Seitlich sieht man links die hl. Anna und rechts die hl. Barbara. In der Mitte steht auf einem Podest eine Marienstatue.

 

rechter Seitenaltar

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Fastentuch

Eine Besonderheit unserer Kirche ist das um 1700 gemalte Fastentuch. Es wurde auf groben Leinen mit Öl gemalen. Das Fastentuch stellt fünf Szenen aus der Leidensgeschichte Jesu dar. In der Mitte wird die Kreuzigung, links oben Christus am Ölberg, links unten Fall unter dem Kreuz, rechts oben Geißelung, rechts unten Dornenkrönung dargestellt.

 

Zusammengestellt von Josef Pfandl

 

                                                                          

Kirche  2007 011
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Kontakt: Pölstaler-Pfarrverband:  Pfarramt 8761 Pöls, Hauptplatz 1

Tel:03579/8313  e-mail:are-poels-xya34[at]ddks-graz-seckau.at